
Demokratie
im 21. Jahrhundert

Die Demokratie als Staats- und Regierungsform – aber auch als Idee und als Gegenstand weltanschaulicher Überzeugungen – gerät seit Jahren zunehmend unter Druck. Druck von innen, weil größer werdende Teile der Bevölkerung Vertrauen in das politische Gesamtsystem und ihre Eliten verlieren und zugleich die gemeinsame gesellschaftliche Normen- und Wertebasis schrumpft. Und Druck von außen, weil die neue Weltmacht China und das unberechenbare, aggressive Russland unter Putin sowie noch andere autoritäre Regime die Demokratien des Westens politisch, wirtschaftlich und militärisch herausfordern. Vor allem Russland und China versuchen als Speerspitze der autokratischen Regime weltweit den Fortbestand der Demokratie und ihrer Institutionen infrage zu stellen und die Machtstrukturen der Weltpolitik zu ihren Gunsten zu verändern.


Welt-und Menschenbilder


Der Mensch ist bekanntlich zu beidem fähig, zu „Gutem“ wie zu „Bösem“. Wie schaffen wir die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, welche die „guten“ Seiten der Menschen fördern oder anreizen, also Empathie, Zusammenarbeit, Fairness, Rücksicht, Respekt und Hilfsbereitschaft und zugleich die „bösen“, also asoziales Verhalten wie Hab- und Machtgier, Skrupel- und Maßlosigkeit, Rücksichtslosigkeit und Aggression sanktionieren?


Die Zukunft
der Demokratie

Selbst, wenn die liberale Demokratie viele Schwachstellen hat und es zahlreiche Reformbedarfe gibt: Sie ist das einzige uns bekannte politische System, das die Rechte und Freiheiten seiner Bürgerinnen nicht nur schützt, sondern auch fördert. Sie ist das politische System, das sich am ehesten dazu eignet, Fairness und Gerechtigkeit herzustellen, weil sie partizipativ und kritikfähig ist und sich von innen heraus korrigieren und anpassen lässt. Doch das setzt voraus, dass sich möglichst viele Menschen einbringen und beteiligen. Im Gegensatz zu autoritären Systemen wie Russland oder China baut ihre Herrschaftslogik auf Fakten und wissenschaftlichen Erkenntnissen und letztlich auf Kooperation, Inklusion und Kompromiss auf, nicht auf Lügen, Propaganda, Herrschaftsmonopol und Exklusion. Diktaturen und autoritäre Narrativen betonen das Trennende. Demokratien täten gut daran, bewusst stärker auf das Verbindende zwischen den Menschen zu setzen.

Demokratie im
21. Jahrhundert
Die Demokratie als Staats- und Regierungsform – aber auch als Idee und als Gegenstand weltanschaulicher Überzeugungen – gerät seit Jahren zunehmend unter Druck. Druck von innen, weil größer werdende Teile der Bevölkerung Vertrauen in das politische Gesamtsystem und ihre Eliten verlieren und zugleich die gemeinsame gesellschaftliche Normen- und Wertebasis schrumpft. Und Druck von außen, weil die neue Weltmacht China und das unberechenbare, aggressive Russland unter Putin sowie noch andere autoritäre Regime die Demokratien des Westens politisch, wirtschaftlich und militärisch herausfordern. Vor allem Russland und China versuchen als Speerspitze der autokratischen Regime weltweit den Fortbestand der Demokratie und ihrer Institutionen infrage zu stellen und die Machtstrukturen der Weltpolitik zu ihren Gunsten zu verändern.


WELT-UND MENSCHENBILDER
Der Mensch ist bekanntlich zu beidem fähig, zu „Gutem“ wie zu „Bösem“. Wie schaffen wir die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, welche die „guten“ Seiten der Menschen fördern oder anreizen, also Empathie, Zusammenarbeit, Fairness, Rücksicht, Respekt und Hilfsbereitschaft und zugleich die „bösen“, also asoziales Verhalten wie Hab- und Machtgier, Skrupel- und Maßlosigkeit, Rücksichtslosigkeit und Aggression sanktionieren?

Die Zukunft der Demokratie
Selbst, wenn die liberale Demokratie viele Schwachstellen hat und es zahlreiche Reformbedarfe gibt: Sie ist das einzige uns bekannte politische System, das die Rechte und Freiheiten seiner Bürgerinnen nicht nur schützt, sondern auch fördert. Sie ist das politische System, das sich am ehesten dazu eignet, Fairness und Gerechtigkeit herzustellen, weil sie partizipativ und kritikfähig ist und sich von innen heraus korrigieren und anpassen lässt. Doch das setzt voraus, dass sich möglichst viele Menschen einbringen und beteiligen. Im Gegensatz zu autoritären Systemen wie Russland oder China baut ihre Herrschaftslogik auf Fakten und wissenschaftlichen Erkenntnissen und letztlich auf Kooperation, Inklusion und Kompromiss auf, nicht auf Lügen, Propaganda, Herrschaftsmonopol und Exklusion. Diktaturen und autoritäre Narrativen betonen das Trennende. Demokratien täten gut daran, bewusst stärker auf das Verbindende zwischen den Menschen zu setzen.